Skin: Das Lied der Kendra – Ilka Tampke

Hallöchen (:

Heute habe ich die Rezension zu „Skin: Das Lied der Kendra“ für euch. Es handelt sich (derzeit) um einen Einzelband der australischen Autorin Ilka Tampke. Skin ist ihr erster Roman, den ich sehr gelungen finde.

skin

Titel: Skin. Das Lied der Kendra
Autorin: Ilka Tampken
Verlag: Penhaligon
Seitenanzahl: 480
Preis: 19,99€
Erscheinungstermin: 25.04.2016
Print: klick
Ebook: klick

Niemand weiß, woher sie kommt. Niemand weiß, zu wem sie gehört. Und doch ist sie ihrer aller Rettung.

Eine Tierhaut zu tragen bedeutet für den Stamm der Caer Cad alles: Sie steht für den Glauben der Menschen, für ihre Vorfahren, für ihr Land. Nur die vierzehnjährige Waise Ailia hat niemanden, der ihr eine Haut hätte vererben können, und ist damit eine Außenseiterin – bis sie durch eine geheimnisvolle Begegnung auf den Weg geführt wird, der ihr seit jeher vorherbestimmt ist. Sie soll zur Kendra werden, zur größten Wissenshüterin des alten Glaubens. Für Ailia beginnt eine Reise in eine ihr unbekannte Welt, wo sie nicht nur ihrer großen Liebe begegnet, sondern ihr Land auch vor einer großen Gefahr retten muss …

Also wenn das Cover kein Blickfang ist, dann weiß ich es auch nicht mehr. Ich mag den Farbverlauf sehr gerne und auch die Verwendung des Komplementärkontrasts zwischen blau und orange. Sehr gelungen auf jeden Fall. Was ich auch ziemlich toll finde, ist die Hervorhebung des Titels, wenn man über das Cover fährt.
Der Klappentext macht zusammen mit dem Titel ordentlich neugierig auf die Geschichte zwischen den Buchdeckeln.

Zuerst dachte ich, es geht in der Geschichte wirklich um eine Art Gestaltwandler, aber schon nach wenigen Seiten wurde ich eines besseren belehrt. Es geht um viel mehr und ich fand die Thematik schrecklich interessant und habe mich sehr gefreut, dass es doch nicht um „Gestaltwandler“ im engeren Sinne ging sondern um etwas sehr viel Weitgreifenderes geht. Sehr amüsant fand ich es in diesem Zusammenhang, dass ich gerade am Mittwoch eine Vorlesung zum Thema Mantik hatte (also Seher, Wahrsagerei etc. …). Traf sich ja wirklich super! 😀
Diesbezüglich möchte ich aber nicht zu viel vorweg nehmen, denn meiner Meinung nach, lohnt es sich wirklich, das Buch selbst zu lesen.

Die Geschichte handelt zur Zeit der römischen Invasion Britanniens und behandelt so das Aufeinandertreffen zweier völlig unterschiedlicher Kulturen. Einmal die Welt des Fortschritts und dann die von Traditionen und Ritualen durchzogene Welt der Stämme Britanniens. Dass es dabei zu weitreichenden Konflikten kommen muss, ist klar. Ich mochte es hier unglaublich gerne, dass die Autorin geschichtliche Ereignisse in ihre fiktive Welt mit eingebaut hat (in abgewandelter Form). Es hat mich sehr beeindruckt, wie sie das Können der Druiden und die Naturverbundenheit der Völker in ihre Geschichte verwoben hat.
Einzig das Ende mochte ich nicht so gerne. Es ist zwar ohne Zweifel ein gutes Ende, aber ich hätte mir in einer Sache einen anderen Ausgang gewünscht. Und auch, wenn ich mich eigentlich über Einzelbände freue, so ist hier mein Wunsch nach einer Fortsetzung vorhanden, da Ailias Geschichte in meinen Augen noch lange nicht zu Ende ist.

Empfehlen würde ich das Buch jedoch nur Lesern ab 14 Jahren, da es einige sexuelle Handlungen in der Geschichte gibt und vielleicht auch die eine oder andere Szene, die jüngere Leser eventuell nicht direkt verstehen könnten. Ansonsten ist es eine etwas andere phantastische Geschichte, die auf jeden Fall überzeugen kann.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, da sie einfach perfekt die Geschichte verkörperten. Besonders toll fand ich Taliesien, er hat mich irgendwie mit seiner Art verzaubert. Aber Ailia ist auch eine starke Protagonistin und ich mochte die Art, wie sie über die Welt denkt. Auch wenn ich manchmal nicht hundertprozentig mit ihr überein gestimmt habe, konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren.

Der Schreibstil hat bei mir einen gewissen Eindruck hinterlassen, denn ich habe die Geschichte nur so in mich aufgesaugt. Die Sprache ist nicht schwierig zu verstehen und lässt sich sehr einfach lesen, jedoch ist es nicht so, dass man sich unterfordert fühlt, weil es zu einfach wäre. Ilka Tampke verwendet eine sehr tiefsinnige, teilweise auch sehr bildliche Sprache, die ihrer wirklich gelungenen Geschichte einen angemessenen Mantel verleiht. Es gab so einige tolle Zitate, die ich euch am liebsten alle unter die Nase reiben würde, aber stattdessen zitiere ich euch nur dieses:

Lehre, was wahr ist und gestatte dann jedem, selbst zu wählen. Das ist Freiheit. Das ist Tugend.

Das Buch steckt voll von solchen Weisheiten und ich kann wirklich nur empfehlen: lest das Buch selbst. Jedes weitere Wort meinerseits würde einfach zu viel verraten.

Vielen Dank an Penhaligon und das Bloggerportal, dass ich das Buch lesen durfte. (:

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