20. Türchen

Hallöchen 🙂

Heute wollte ich einmal das Thema Rechtschreibung in Romanen ansprechen. Vor allem eigentlich bei Büchern, die von einem Verlag herausgebracht wurden, sprich (eigentlich) mit Lektorat/Korrektorat. Das Thema ist mir sehr wichtig, aber ich möchte eigentlich auch niemandem auf die Füße treten, weil ich meine Meinung dazu schreibe.

Mir fällt leider immer öfter auf – sei es nun ein Buch, das ich mir selbst gekauft habe oder ein Rezensionsexemplar – dass die Bücher nur so vor Rechtschreibfehlern triefen. Ich sage normalerweise nichts, wenn nur einmal ein Komma fehlt, oder ein kleiner Tippfehler (z.B. ein Buchstabendreher in einem langen Wort) vorhanden sind, aber leider gelange ich immer öfter an einen Punkt, an dem ich mir denke: so kann das doch nicht weiter gehen!
Wenn ich von Fehlern nur so angesprungen werde, weil sie die Sinnhaftigkeit des Satzes komplett durcheinander bringen und ich erst einmal überlegen muss, was damit jetzt gemeint ist, hört der Lesegenuss für mich auf. Das heißt nicht, dass ich das Buch sofort aus der Hand lege und nicht weiter lese, aber es unterbricht den Lesefluss enorm und mich strengt es unglaublich an, weil ich dann einfach nicht wegsehen und so tun kann, als wäre da nie ein Fehler gewesen. Und dann hört es meistens auch nicht mehr auf. Wenn ich einmal über einen solchen Fehler gestolpert bin, sucht mein Unterbewusstsein immer weiter – leider sehr oft sogar mit Erfolg.
Ich kann einfach nicht verstehen, wie solche Fehler zu Massen in ein Buch gelangen können, wenn sie doch so offensichtlich sind. Wie schon gesagt, ich sage normalerweise nichts, wenn mal ein Komma fehlt (was sehr viel öfter der Fall ist, als manch einer so vielleicht denken mag), aber ich kann es nicht ausstehen, wenn massig Fehler vorhanden sind, die eigentlich bei der Überarbeitung, sei es nun vom Autor selbst oder von seinem Korrekturleser, auffallen müssten.
Man kann sich vielleicht denken, dass bei einigen Verlagen zumindest das Korrektorat weg fällt, weil sie Kosten einsparen müssen und ich weiß auch, dass Lektoren und Korrektoren sehr viel Arbeit auf dem Tisch liegen haben und sehr oft unter wirklich heftigem Zeitdruck stehen. Aber dennoch empfinde ich es teilweise als Zumutung, wenn so viele Fehler in einem Buch sind.
Dabei behaupte ich ja nicht, dass es in jedem Buch so ist, es fällt mir nur erschreckend oft auf. Und es fällt auch nicht nur bei Übersetzungen (das wäre wieder ein Thema für sich) sondern auch bei deutschsprachigen Autoren auf, die von einem deutschen Verlag verlegt wurden. Das finde ich teilweise etwas traurig. Okay, nicht nur etwas. Sonst würde ich diesen Beitrag jetzt nicht schreiben …
Noch eine andere Kategorie sind dann wieder die ganzen Ebooks, die einem vor allem bei Amazon angeboten werden. Allerdings veröffentlichen dort die Autoren meist selbst und sparen ihr Geld dann eben an Lektorat/Korrektorat – was ich, da ich selbst auch (Hobby-)Autorin bin, auch wirklich gut verstehen kann, da die Preise wirklich abschreckend wirken können. Aber und versteht das bitte als ein großes aber: der Autor möchte an seinen veröffentlichten Büchern auch verdienen und für mich als Leser stellt es immer einen Minuspunkt dar, wenn ich in irgendeinem Buch eines beliebigen Autors auffällige Fehler entdecke. Da überlege ich mir doch zwei mal, ob ich das nächste Buch jetzt nur wegen der vielleicht guten Handlung kaufe oder ob ich auch richtig Spaß beim Lesen haben möchte, wobei der Lesefluss nicht von Rechtschreibfehlern ausgebremst wird.
Ähnlich verhält es sich auch bei Indie-Autoren, aber bisher habe ich dort noch nicht so wirklich richtig schlechte Erfahrungen gemacht, deshalb kann ich auch nicht viel dazu sagen.

Ich bin jedoch kein Mensch, der nur wegen einigen Rechtschreibfehlern ein Buch völlig schlecht bewertet. Immerhin gibt es noch andere, vielleicht auch wichtigere Kriterien zur Bewertung eines Buches, aber trotzdem ist es eben etwas, das mich teilweise sehr stört. Ich kann das Buch aber immer noch gut finden.

So, jetzt hab ich mir das erstmal von der Seele geschrieben.
Wie seht ihr das? Stolpert ihr auch so oft darüber oder ist es euch letztendlich egal, wenn ihr die Handlungen richtig gut findet? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.

 

Bis morgen! 🙂

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4 Gedanken zu “20. Türchen

  1. Für mich ist „Rechtschreibung“ eines der Kriterien, nach denen ich ein Buch bewerte und steht gleichwertig neben der Handlung. Denn ich kann nicht in eine Handlung eintauchen, wenn dann dauernd eine seltsame Rechtschreibfehlerblüte daherkommt und ich dann erstmal überlegen muss, was das heißen soll. Ich hasse das :O
    Und dabei bin ich… gutmütig. Und gutwillig. Ich kann beispielsweise verstehen, wenn eine 18-jährige Indieautorin (die einfach kein Geld in die Hand nehmen KANN) kein professionelles Lektorat/Korrektorat hatte und daher VIELLEICHT ein paar Fehlerchen drinhat.
    Aber ich weiß inzwischen, durch wie viele Hände ein Buch auch bei Kleinverlagen geht und… Nope. Wenn da immer noch eine Menge Fehler drinsind… Einfach nein.

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    1. Ja, ich versuche auch immer gutmütig zu sein, aber ich hab gerade auch wieder so einen Fall, da denke ich mir: nein. Aber das kommt auch in die Rezension mit rein. Irgendwo hört es auf …

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  2. Naja es ist noch nicht lebensbedrohlich, aber da es jetzt schon an mehreren Stellen völlig aus der Geschichte gehebelt hat, kann ich eigentlich nicht anders, als mit Punktabzug zu reagieren…

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